Ramstein-Miesenbach.html

 
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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Ramstein-Miesenbach
Markierung
Deutschlandkarte, Position von Ramstein-Miesenbach hervorgehoben
Koordinaten: 49° 27′ N, 7° 33′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Kaiserslautern
Verbandsgemeinde: Ramstein-Miesenbach
Höhe: 238 m ü. NN
Fläche: 43,03 km²
Einwohner: 7821 (31. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 182 Einwohner je km²
Postleitzahl: 66877 (alt: 6792)
Vorwahl: 06371
Kfz-Kennzeichen: KL
Gemeindeschlüssel: 07 3 35 038
Adresse der Verbandsverwaltung: Am Neuen Markt 6
66877 Ramstein-Miesenbach
Webpräsenz:
Stadtbürgermeister: Klaus Layes (CDU)

Ramstein-Miesenbach ist eine rheinland-pfälzische Stadt im Landkreis Kaiserslautern und Sitz der gleichnamigen Verbandsgemeinde. Der Stadtteil Ramstein erlangte durch die auf seiner Gemarkung angesiedelte Ramstein Air Base sowie durch das dort im Jahr 1988 ereignete Flugtagunglück überregionale Bekanntheit.

Inhaltsverzeichnis

Bearbeiten Geografie

Bearbeiten Geografische Lage

Ramstein-Miesenbach liegt ca. 20 km westlich von Kaiserslautern am Rande des Biosphärenreservats Pfälzerwald.

Bearbeiten Landschaftsbild

Südlich von Ramstein liegt die Westpfälzische Moorniederung. Hier wurde im 19. Jahrhundert Torf abgebaut. Durch Ramstein-Miesenbach fließt der Mohrbach, der bei Glan-Münchweiler in den Glan mündet.

Bearbeiten Stadtgliederung

Ramstein-Miesenbach ist in drei Stadtteile untergliedert (Ramstein, Miesenbach und Am Kohlwäldchen). Sie sind durch Straße und Bahn verbunden. Im Stadtteil Ramstein leben 6.339 und in Miesenbach 2.417 Menschen.

Bearbeiten Geschichte

In einer Urkunde Kaiser Barbarossas wird Ramstein erstmalig 1215 genannt. 1951 wurde die Ramstein Air Base gebaut, welche mittlerweile der größte US-Stützpunkt in Europa ist. Die Airbase in Ramstein benutzte ursprünglich einen Teil der Autobahn Mannheim-Saarbrücken als Flugpiste. Auf diesem Autobahnstück richtete schon im Zweiten Weltkrieg die deutsche Wehrmacht einen Flugplatz ein. Die östliche und die westliche Zufahrt (letztere in den Landkarten als gesperrte Kfz-Straße eingezeichnet) zu dieser Airbase waren die ehemalige Autobahn. Die Airbase ist Sitz der „435th Air Base Wing“ (ABW) und der schweren Lufttransporteinheit „86th Airlift Wing“ (AW), die auch Tankflugzeuge bereitstellt. Von hier aus werden die amerikanischen Luftstreitkräfte in Europa befehligt.

Auf der Airbase passierte am 28. August 1988 im Rahmen einer Flugschau der Kunstflugstaffel Frecce Tricolori ein Unfall, bei dem 70 Menschen starben und 345 verletzt wurden. Siehe auch Flugtags-Unglück.

Die Orte Ramstein und Miesenbach schlossen sich 1969 zusammen und erhielten 1991 das Stadtrecht.

Bearbeiten Religionen

2007 waren 43,5 Prozent der Einwohner katholisch und 29,3 Prozent evangelisch. Die übrigen gehörten einer anderen Religion an oder waren konfessionslos.[1]

Bearbeiten Politik

Bearbeiten Stadtrat

Bei den Wahlen zum Stadtrat am 13. Juni 2004 ergab sich folgendes Ergebnis:

  1. CDU 63,8 % (−4,9) – 15 Sitze (−2)
  2. SPD 18,5 % (−2,2) – 5 Sitze (=)
  3. WGR 17,6 % (+9,2) – 4 Sitze (+2)
  4. DKP 0,2 % (−0,1) – 0 Sitze (=)
  5. Andere 0,0 % (-2,1 %) – 0 Sitze (=)

Bearbeiten Wappen

Die Blasonierung des Wappens lautet: In Gold eine aufsteigende eingebogene schwarze Spitze, darin ein hersehender rotbewehrter und -bezungter goldener Löwe, mit den Vorderpranken einen viereckigen, hochkant stehenden silbernen Stein umfassend, oben rechts ein blauer Reichsapfel mit goldenem Kleeblattkreuz und Bügel, oben links ein blauer Ritterstechhelm.

Es wurde 1973 von der Bezirksregierung Neustadt genehmigt und vereinigt die Figuren der historischen Wappen von Ramstein und Miesenbach. Der Pfälzer Löwe erinnert zudem an die ehemalige Zugehörigkeit beider Orte zur Kurpfalz.[2]

Bearbeiten Partnerstädte

Bearbeiten Kultur und Sehenswürdigkeiten

Im städtischen Haus des Bürgers finden regelmäßig Theatervorstellungen, Konzerte sowie Kabarett verschiedener Künstler als Gastspiele statt.

Bearbeiten Wirtschaft und Infrastruktur

Bearbeiten Behörden

Als Sitz der Verbandsgemeinde beherbergt die Stadt deren Verwaltung.

Bearbeiten Verkehr

Der Öffentliche Nahverkehr ist in den Verkehrsverbund Rhein-Neckar integriert. Ramstein-Miesenbach verfügt über zwei Bahnhaltepunkte (jeweils einer in Ramstein und Miesenbach) an der Bahnstrecke Landstuhl–Kusel, in Landstuhl besteht Anschluss in Richtung Saarbrücken und Mannheim.

Ramstein-Miesenbach ist durch die Bundesautobahnen A 6 (SaarbrückenWaidhaus) (Anschlussstelle: Ramstein-Miesenbach) und A 62 (Anschlussstelle: Hütschenhausen) an das Autobahnnetz angebunden.

Bearbeiten Industrie

Ramstein verfügt über ein großes Industriegebiet in dem zahlreiche Firmen ihren Standort haben. Es befindet sich außerhalb der Stadt an der Straße Richtung Hütschenhausen/Spesbach. Das Industriegebiet trägt den Namen „Westrich“.

Bearbeiten Bildung

Die Stadt beherbergt das Gymnasium Ramstein-Miesenbach, dessen Einzugsgebiet sehr groß ist. Außerdem befindet sich in Ramstein die Wendelinus-Grundschule und eine Duale Oberschule.

Die städtische Bücherei, die im Haus des Bürgers untergebracht ist, verlieh im Jahr 2004 ca. 35.000 Medien.

Bearbeiten Söhne und Töchter der Stadt

  • Lothar Bossle (1929–2000), Hochschullehrer für Soziologie in Würzburg
  • Berthold Budell (*1929), Politiker (CDU), 1984–1985 saarländischer Umweltminister
  • Richard Mund (1885–1969), Maler des Impressionismus

Bearbeiten Einzelnachweise

  1. KommWis, Stand: 31.12.2007
  2. Karl Heinz Debus: Das große Wappenbuch der Pfalz. Neustadt an der Weinstraße 1988, ISBN 3-9801574-2-3

Bearbeiten Weblinks

Commons Commons: Ramstein-Miesenbach – Bilder, Videos und Audiodateien
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